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Erlebe die Seele Andalusiens. Diese Route schlängelt sich durch die Sierra de Grazalema und verbindet Orte wie Grazalema, Zahara de la Sierra und das berühmte Ronda. Vorbei an Olivenhainen und Korkeichenwäldern. Die blendend weißen Häuser bilden einen tollen Kontrast zu den Bergen. Kurvig und hügelig – eine der romantischsten Gegenden Spaniens.
Die Pueblos-Blancos-Route durch Andalusiens Sierra de Grazalema ist nicht einfach eine Panoramafahrt — es ist eine Eintauchen in eine der ältesten und visuell kohärentesten Kulturlandschaften Europas. Die Weißen Dörfer entlang dieser Bergstrecke gehen auf maurische Höhensiedlungen zurück, und die Tradition, Außenwände mit Kalk zu tünchen — ursprünglich eine hygienische Maßnahme gegen Insekten und Krankheiten — besteht seit über 500 Jahren. Die Route beginnt in Arcos de la Frontera, dem vielleicht dramatischsten aller Weißen Dörfer: Es klebt auf einem schmalen Sandsteinkamm über einem Stausee, die Altstadtgassen sind kaum breit genug für einen Eselkarren, und die Sicht fällt Hunderte von Metern ins Tal hinab. Vom Hauptplatz aus ist der Abgrund so steil, dass man das Gefühl hat, man müsste sich nur anlehnen, um ins Wasser zu stürzen.
Richtung Osten in die Sierra de Grazalema — ein UNESCO-Biosphärenreservat — klettert die Straße durch Korkeichenwälder, deren geschälte Rinde ein leuchtendes Rot-Orange zeigt, und durch uralte Olivenhaine, die seit Jahrtausenden Olivenöl liefern. Das Dorf Grazalema ist ein Juwel: kompakt, freundlich, von Gipfeln umgeben, die atlantische Feuchtigkeit auffangen und diesen Ort zu einem der regenreichsten Spaniens machen. Von hier geht es hinab und wieder hinauf nach Zahara de la Sierra, dem vielleicht meistfotografierten Pueblo Blanco mit seinem maurischen Burgturm über dem türkisfarbenen Zahara-Stausee. Die Kombination aus weißem Dorf, alter Burg und funkelndem Wasser darunter ist das Aushängeschild andalusischer Landschaftsfotografie. Die Straße zwischen Grazalema und Zahara führt über den Puerto de las Palomas auf etwa 1.357 Metern mit Panoramablick über die Sierra.
Höhepunkt der Route ist Ronda, eine der großen Städte Andalusiens. Ronda thront auf einem dramatischen Plateau, das vom El-Tajo-Canyon — einem 120 Meter tiefen senkrechten Abgrund des Flusses Guadalevín — geteilt wird. Die Puente Nueva Brücke, fertiggestellt 1793 nach 42 Jahren Bauzeit, ist eines der meistfotografierten Bauwerke Spaniens. Jenseits der außergewöhnlichen Kulisse hat Ronda reiche Kulturgeschichte: Hier entstand der moderne Stierkampf (die Real Maestranza aus dem Jahr 1785 ist eine der ältesten Arenen Spaniens), und die Stadt inspirierte Ernest Hemingway und Orson Welles, der sogar bat, seine Asche hier zu verstreuen. Der alte arabische Stadtteil Medina wirkt wie ein Sprung ins Mittelalter.
Für VW-T3-Besitzer ist diese Route eine der angenehmsten in Spanien. Die Straßen sind hügelig und kurvig, aber nicht extrem — die Steigungen sind beherrschbar und die Straßenoberflächen gut. Parken in Dorfkernen ist eng (Arcos de la Frontera hat besonders schmale Altstadtgassen — lieber unten parken und hinauflaufen), aber Wohnmobil-Parkplätze und kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten gibt es am Rand der meisten Dörfer. Temperaturen im Sommer können brutal sein — das andalusische Inland erreicht im Juli/August regelmäßig 38–42°C — daher sind Frühling (März–Mai) und Herbst (September–Oktober) für Vanreisen deutlich angenehmer, besonders für einen T3 ohne Klimaanlage. Die Route ist am schönsten, wenn im April die Wildblumen blühen und das Morgenlicht die weißen Wände golden taucht.
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