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Erlebe das 'Ungarische Meer'. Die Route am Nordufer des Plattensees führt durch Vulkanteile, Mandelhaine und erstklassige Weinberge. Besuch die Halbinsel Tihany mit ihrer Abtei und den Lavendelfeldern. Besteig die Tafelberge von Badacsony für den Panoramablick über den türkisen See. Die Hauptstraße am Ufer ist flach und einfach für jeden Oldtimer-Motor.
Das Nordufer des Plattensees ist eine der beliebtesten Langsamreise-Routen Mitteleuropas – 75 Kilometer Straße, auf der uralte Vulkane ins ungarische Binnenmeer abfallen. Das „Ungarische Meer" hat seinen Spitznamen verdient: In seiner breitesten Stelle erstreckt sich der Balaton über 14 Kilometer, weit genug, dass das gegenüberliegende Ufer im Sommerdunst verschwindet. Das Nordufer ist geologisch besonders: Vulkanausbrüche hinterließen dramatische Basalt-Tafelberge – die „Tanúhegyek" (Zeugenberge) – die steil aus Weinbergen und Schilfflächen aufragen. Balatonfüred, der Startpunkt der Route, ist eine elegante Kurstadt, deren Thermalquellen seit Jahrhunderten den ungarischen Adel anzogen; die von Bäumen gesäumte Uferpromenade ist einer der angenehmsten Orte des Landes zum Parken und Spazierengehen.
Das erste große Highlight ist die Halbinsel Tihany, ein vulkanischer Daumen, der 4 Kilometer in den See ragt. Die Benediktinerabtei hier stammt aus dem Jahr 1055 – ihre Gründungsurkunde enthält den ältesten erhaltenen ungarischsprachigen Text. Unterhalb der Abtei schaffen der Innensee und die Lavendelfelder eine einzigartige Landschaft. Von Tihany führt die Straße südwestlich weiter zu den Basaltsäulen von Badacsony, wo Weinkeller direkt in den Vulkanfels gegraben sind. Der trockene, mineralische Badacsony-Wein passt perfekt zu einem Picknick am See. Weiter entlang krönen die Ruinen der Burg Szigliget einen Vulkanhügel und bieten einen der schönsten Panoramablicke über den gesamten See. Am Endpunkt Keszthely wartet das Festetics-Schloss, Ungarns prächtigstes Barockherrenhaus.
Für T3-Fahrer ist diese Route nahezu ideal. Die Hauptstraße 71 am Ufer ist flach, breit und gut ausgebaut. Die einzige echte Herausforderung besteht, wenn man in die Weinberge über Badacsony hinauffahren oder die Burg Szigliget besuchen möchte – beides beinhaltet kurze, aber steile Zufahrtsstraßen. Die bescheidene Motorleistung des T3 ist für die Küstenstraße selbst völlig ausreichend. Die Parkmöglichkeiten sind an den meisten Sehenswürdigkeiten großzügig, und die Campinginfrastruktur am Nordufer ist ausgezeichnet, mit vielen Seeplätzen, die Vans akzeptieren. Achte an heißen Augusttagen auf das Kühlwasser: Die Straße kann mit Touristenverkehr verstopft sein, und Stopp-and-Go an einem warmen Tag ist der Feind jedes Oldtimer-Kühlsystems.
Der Frühling (April–Mai) ist hier magisch, wenn Mandel- und Kirschbäume vor dem Hintergrund des Sees blühen. Der Sommer (Juli–August) ist Hochsaison – mit Menschenmassen in Tihany und Badacsony, aber herrlichem Badschwimmen. Der September ist vielleicht der schönste Monat: Die Ernte beginnt, die Touristenbusse werden weniger, die Weinberge verfärben sich golden, und das Licht über dem Wasser bekommt eine cinematische Qualität. Vermeide Januar und Februar wenn möglich, da viele Restaurants und Campingplätze komplett schließen.
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