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Die 'wilde Küste' Kataloniens. Die GI-682 zwischen Tossa de Mar und Sant Feliu de Guíxols besteht aus 365 Kurven – eine für jeden Tag des Jahres! In die roten Granitfelsen gehauen, bietet sie ständig Blicke auf türkisfarbene Buchten und Pinienwälder. Sehr kurvig, aber moderate Höhe. Ein Traum zum Cruisen mit offenem Fenster.
Die Costa Brava — auf Katalanisch "Wilde Küste" — verdient ihren Namen auf jedem Zentimeter der GI-682 zwischen Tossa de Mar und Sant Feliu de Guíxols. Dieser kurze, aber intensiv konzentrierte 25-Kilometer-Abschnitt ist eine der dramatischsten Küstenstraßen im Mittelmeer — ein Asphaltband, das sich an roten Granitfelsen über einem Meer klebt, das je nach Tageszeit und Sonnenwinkel zwischen tiefem Saphir, Smaragd und Türkis wechselt. Die Straße wurde im frühen 20. Jahrhundert erbaut und hat sich seitdem kaum verändert — ihre 365 Kurven (der Überlieferung nach eine für jeden Tag des Jahres) sind genauso eng und theatralisch wie eh und je und machen das Fahren zu einem Erlebnis langsamer, konzentrierter Freude, das Geduld und Aufmerksamkeit belohnt.
Die Reise beginnt in Tossa de Mar, einer der besterhaltenen mittelalterlichen Befestigungsstädte an der spanischen Küste. Die Vila Vella — die befestigte Altstadt — thront auf einem felsigen Vorgebirge, umgeben von Mauern, Türmen und Zinnen aus dem 12. Jahrhundert, und wurde vom Künstler Marc Chagall, der 1934 zu Besuch war, als "die schönste Altstadt an der spanischen Küste" bezeichnet. Der Stadtstand unterhalb der Mauern gilt als einer der schönsten Kataloniens. Von Tossa aus klettert die GI-682 sofort in die Küste hinein, und schon wenige Minuten nach dem Verlassen der Stadt ist man von Pinienduft, roten Granitfelswänden und Blitzen unmöglich blauem Wasser umgeben, das zwischen den Bäumen und zwischen den Kurven aufleuchtet. Jede Biegung enthüllt eine neue Bucht, einen neuen Blickwinkel der Felsen, eine neue Überraschung an Farbe und Landschaft.
Entlang der Route ermöglichen zahlreiche Miradors (Aussichtspunkte) und Haltebuchten das Innehalten — einige der besten Aussichten findet man nicht an offiziellen Punkten, sondern an spontanen Lücken in der Klippe, wo das Meer plötzlich unter einem aufgeht. Die von der Straße sichtbaren Buchten — Cala Giverola, Cala Pola, Cala Salions — sind zu Fuß über Wanderwege erreichbar, und der Camí de Ronda, ein uralter Küstenpfad, der einst als Patrouillroute für Zollbeamte diente, verläuft entlang großer Teile dieser Küste auf Wasserhöhe. Die Fahrt endet in Sant Feliu de Guíxols, einem charmanten Städtchen mit einer schönen Meeresfront-Promenade, einem Benediktinerkloster aus dem 10. Jahrhundert und einem lebhaften Marktleben.
Für VW-T3-Besitzer ist diese Straße eine pure Freude — und eine der seltenen Routen, auf denen die bescheidene Leistung des T3 keine Einschränkung, sondern ein Vorteil ist. Die Kurven sind eng genug, dass Geschwindigkeit nie verlockend ist, und der Rhythmus der Straße passt perfekt zum entspannten Charakter des Busses. Fenster runter, Motor schnurrend, der Duft mediterraner Pinien durch den Fahrerraum — das ist langsames Reisen vom Feinsten. Die Straße ist schmal mit begrenzten Überholmöglichkeiten — bei Aussichtspunkten stoppen, um ungeduldige Fahrer passieren zu lassen. Am besten morgens früh fahren, wenn das Licht am goldensten ist. Für sehr große Wohnmobile ist die GI-682 nicht empfehlenswert, aber ein Standard-T3 meistert sie problemlos.
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