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Die 'Steirische Toskana'. Diese schmale, kurvenreiche Straße führt direkt entlang der österreichisch-slowenischen Grenze durch steile Weinberge und Pappelalleen. Hügelig, aber deutlich kürzer als die Alpen. Eine genussvolle Reise durch eine der schönsten Weißweinregionen Europas.
Die Südsteirische Weinstraße schlängelt sich entlang der österreichisch-slowenischen Grenze durch eine der verlockendsten Weinlandschaften Mitteleuropas. Auf rund 25 Kilometern zwischen Ehrenhausen und Leutschach wird die Route oft als Steirische Toskana bezeichnet, und der Vergleich ist nicht übertrieben: Die hiesigen Hügel teilen tatsächlich etwas von der warmen Intimität und sonnendurchfluteten Schönheit der Chianti-Landschaft, auch wenn in den Weinbergen Welschriesling, Sauvignon Blanc und Muskateller statt Sangiovese wachsen. Das ist eine Region, die diejenigen belohnt, die langsam fahren, oft anhalten und gut essen und trinken.
Die Straße selbst ist schmal, kurvenreich und auf Kammlinien gelegen, die nach Süden nach Slowenien und nach Norden auf die österreichischen Weinortschaften blicken. Man fährt an traditionellen Buschenschank-Gaststätten vorbei — Bauernweinkellern, in denen Erzeuger rechtlich befugt sind, ihren eigenen Wein und einfache Kaltspeisen zu servieren — und der Versuchung, an einem anzuhalten, gibt man am besten nach. Das Dorf Gamlitz ist die inoffizielle Hauptstadt der Region, und Leutschach mit seinem Weinstraßen-Besucherzentrum ist ein schöner Endpunkt. Die Grenze zwischen den beiden Ländern verläuft an einigen Stellen genau auf dem Kamm des Hügels, sodass man mit einem Fuß in Österreich und einem in Slowenien stehen kann und dabei über eine Landschaft von makelloser Geometrie blickt.
Ein VW T3 ist ein hervorragender Begleiter auf der Südsteirischen Weinstraße. Die Hügel hier sind echt — die Straße steigt und fällt kontinuierlich — aber die Steigungen sind kurz und beherrschbar im Vergleich zu den Alpenpässen. Der erste oder zweite Gang wird auf manchen Hängen benötigt, aber nie lange. Die engen Fahrspuren passen gut zur Spurbreite des Bullis, und die niedrigen Tempolimits durch die Dörfer machen Überholstress zum Nicht-Thema. Viel Zeit einplanen: Das ist eine Strecke, die in Gläsern Wein und Nachmittagsgesprächen gemessen wird, nicht in zurückgelegten Kilometern.
Die besten Jahreszeiten sind Spätfrühling und Herbst. Der Mai bringt das frische Grün der neuen Rebschosse auf dem roten steirischen Boden, und die Landschaft hat eine zarte, optimistische Qualität. Oktober ist Erntesaison: Die Hügel riechen nach gärendem Traubenmost, die Weintavernen sind am lebhaftesten, und das goldene Licht auf den Weinblättern ist außergewöhnlich. Der Hochsommer ist warm und angenehm, aber die Straße kann überraschend viel von österreichischen Tagesausflüglern besucht sein. Wochenenden im Juli und August meiden, wenn man die Gassen für sich haben möchte. Die Region ist kompakt genug, dass man die gesamte Strecke in einem Vormittag fahren und den Nachmittag vor einem Buschenschank mit einer Karaffe lokalem Sauvignon sitzen kann.
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